Kosten der Gartenpflege und eines Spielbereiches

Hierunter fallen alle Kosten, die durch eine Gartenpflege entstehen, also z.B. Schnitt von Büschen und Bäumen, Rasenschnitt, Beetpflege, Unkrautvernichtung, Gießen, Abfallentsorgung, Schädlingsbekämpfung (z.B. Lausbefall an Rosen, etc.), Düngung, Gartenanlage "winterfest" machen, etc.; ebenso können Kosten für die Erneuerung von Pflanzen auf alle Mieter umgelegt werden, sofern sie wirtschaftlich vertretbar sind. Kosten der Gartenpflege umfassen darüberhinaus die Pflegearbeiten an vorhandenen Zäunen, Plätzen, Wegen und Zufahrten, die nicht dem öffentlichen Verkehr dienen.

 

Zudem kann der Vermieter Verbrauchsmaterial, das durch Nutzung von Geräten oder der Pflege benötigt wird, auf die Mieter umlegen, z.B. Schmiermittel, Benzin, Dünger, etc.

 

Weiter können Kosten umgelegt werden, die für die Pflege (nicht Neuanschaffung) eines Spielbereiches anfallen, z.B. Streichen von Holzgerüsten, Austausch von Spielsand aufgrund Verunreinigung, etc.

 

Aber Achtung: Handelt es sich um Instandsetzungsarbeiten, die notwendig werden, weil anderenfalls ein Schaden entstehen kann, trägt der Vermieter die Kosten. Gleiches gilt, wenn er seiner Verkehrssicherungspflicht nachkommt. Auch dann kann er die Kosten nicht auf Mieter umlegen (z.B. Entfernen von morschen Bäumen, etc.).

 

Eine Besonderheit: Wird dir ein Gartenanteil mitvermietet (zur alleinigen Nutzung!), kann die Pflege auf dich abgewälzt werden. Dies bedeutet, du kümmerst dich für deinen Anteil komplett um alles - im Gegenzug darfst auch nur du diese Fläche nutzen. Bewohnst du die Wohnung im Erdgeschoss? Dann heißt das aber nicht automatisch, dass du für die Gartenpflege verantwortlich bist. Dies gilt wie gesagt nur, wenn es vereinbart ist. In allen anderen Fällen ist es Sache des Vermieters, der die Kosten wie geschildert auf alle Mieter umlegen kann.

 

Weitere Besonderheit: Ist bei einer Wohnanlage eine Grünfläche der Öffentlichkeit zugänglich und kann somit von jedermann genutzt werden, können damit verbundene Kosten nicht auf die Mieter umgelegt werden.