Betriebskosten einer zentralen Heizungsanlage / Brennstoffversorgungsanlage (inkl. Lieferung von Wärme)

Umlagefähig sind der Brennstoffverbrauch (tatsächlicher Verbrauch, nicht eingelagerter Vorrat z.B. bei Öllieferung), Kosten für die Pflege & Bedienung der Anlage und Kosten für Prüfungsarbeiten, die im Zusammenhang mit der Sicherheit der Anlage stehen. Außerdem sind Kosten umlagefähig, die durch Messarbeiten im Rahmen des Bundesimmissionsschutzgesetzes entstehen.

 

Ebenfalls umlagefähig sind die Stromkosten, die durch den Betrieb einer Heizungsanlage entstehen (Hinweis: die Stromkosten für Beleuchtung des Heizraumes erfolgt richtigerweise über die Kosten der Beleuchtung von Allgemeinflächen (siehe Punkt 6)). Hierzu sind zwei Abrechnungsvarianten möglich:

 

a) es ist ein Strom(zwischen)zähler für diesen Beriebsstrom installiert. In diesem Fall können die Kosten entsprechend auf die Mieter umgelegt werden.

 

b) verfügt der Heizungsraum jedoch "nur" über einen normalen Stromanschluss an das Hausnetz, über den sowohl die Stromversorgung als auch die Beleuchtung des Heizraumes läuft und wird dieser Verbrauch nicht durch einen Zähler erfasst, gibt es die Möglichkeit, den Stromverbrauch der Komponenten nach Herstellerangabe multipliziert mit der Laufzeit und Heizperiode zu berechnen und die Kosten mit dem Strompreis pro Kilowattstunde auszurechnen (Beispiel: Eine Wärmepumpe verbraucht laut Hersteller pro Stunde 400 Watt und läuft 24 Stunden/Tag. Die Heizperiode betrug 162 Tage und der Strompreis beträgt EUR 0,26 / Kilowattstunde (kwh). Die Rechnung würde dann lauten: 400 x 24 x 162 = 1.555.200 Watt Dies entspricht 1.555,2 kwh x EUR 0,26 = Stromkosten EUR 404,35). Wichtig ist, dass dieser Wert circa 6% der Kosten für Brennstoff nicht übersteigen sollten und diese dann natürlich von den Allgemeinstromkosten (siehe Punkt 6) abgezogen werden müssen. Andernfalls würde dieser Verbrauch ja doppelt abgerechnet werden.

 

Achtung: Im Fall einer Stromheizung (z.B. Infrarot-Heizungen, Marmor-Heizungen, Nachspeicheröfen, etc.) zählt der komplette Stromverbrauch als "Brennstoff" und ist damit in der Heizkostenabrechnung korrekt aufgeführt.

 

Info: Werden Allgemeinräume beheizt (z.B. Treppenhäuser, Flurbereiche, etc.) erfolgt keine Abrechnung über Verbrauchs-Messgeräte. Diese Kosten werden im Rahmen der Heizkostenverordnung nach dem Flächenmaßstab auf die Mieter umlegt (= du zahlst an diesen Allgemein-Heizkosten einen Anteil, je nach Fläche deiner Wohnung im Verhältnis zu der Gesamt-Mietfläche im Objekt).