Einzugs-/Auszugskostenpauschale

Oftmals entstehen bei Ein- oder Auszug Schäden durch den Transport von sperrigen Gegenständen durch Türrahmen, Treppenhäuser oder Aufzugsanlagen.

 

Vermieter versuchen immer wieder, durch vereinbarte Pauschalen von ihren (ausziehenden) Mietern in der letzten Nebenkostenabrechnung (bzw. bei einziehenden Mietern in der ersten Nebenkostenabrechnung) einen Geldbetrag zu erhalten - unabhängig davon, ob tatsächlich ein Schaden entstanden ist oder nicht.

 

Einige Vermieter (bei Bestehen einer WEG - Wohnungseingentümergemeinschaft) argumentieren auch damit, dass sie selbst von der WEG mit einer entsprechenden Pauschale belastet wurden oder werden. Dies mag zutreffen, rechtfertigt aber dennoch keine Umlage auf den Mieter.

 

Egal, ob in einem vorformulierten Mietvertrag (man sprich rechtlich dann von "formularvertraglich") oder durch eine sonstige Vereinbarung (dann spricht man rechtlich von "individualvertraglich") eine Einzugs-/Auszugspauschale vereinbart wurde oder nicht: diese ist vom Mieter nicht zu zahlen! Eine entsprechende Klausel/Vereinbarung wäre unwirksam.

 

ABER: Entsteht durch den Ein- oder Auszug tatsächlich ein Schaden, den der Vermieter konkret dem einziehenden oder ausziehenden Mieter nachweisen kann, muss der betroffene (ehemalige) Mieter diesen Schaden ersetzen. Allerdings müssen die Kosten durch Vorlage einer Rechnung nachgewiesen werden oder im Fall, dass der Vermieter die Beseitigung selbst fachmännisch vornimmt, dürfen die Kosten eine vergleichbare Handwerkerrechnung nicht übersteigen.

 

Im Streitfall empfehlen wir Rat durch einen Rechtsanwalt aus unserem Rechtsanwalts-Partnernetzwerk einzuholen.